Holiday Details
- Holiday Name
- Second Day of Passover
- Country
- Germany
- Date
- April 3, 2026
- Day of Week
- Friday
- Status
- 90 days away
- About this Holiday
- Second Day of Passover is a observance, Jewish holiday, and Jewish holiday in Germany
Germany • April 3, 2026 • Friday
Also known as: Zweiter Tag des Pessach-Festes
Das Pessach-Fest, auch als Fest der ungesäuerten Brote bekannt, gehört zu den bedeutendsten und traditionsreichsten Feiertagen des Judentums. In Deutschland nimmt der zweite Tag von Pessach (Pesach II) eine besondere Stellung ein. Während das Fest in Israel sieben Tage dauert, feiern jüdische Gemeinden in der Diaspora – also auch in Deutschland – traditionell acht Tage. Der zweite Tag markiert dabei die Fortsetzung der feierlichen Befreiungsgeschichte und ist geprägt von tiefem spirituellem Gehalt, familiärer Gemeinschaft und dem rituellen zweiten Sederabend.
In Deutschland ist dieser Tag ein Moment des Innehaltens. Für die jüdische Gemeinschaft, die nach den dunklen Kapiteln des 20. Jahrhunderts heute wieder ein lebendiger und integraler Bestandteil der deutschen Gesellschaft ist, symbolisiert Pessach den Sieg der Freiheit über die Unterdrückung. Der zweite Tag ist dabei weit mehr als eine bloße Wiederholung des ersten; er festigt die Bräuche und bietet Raum für die Reflexion über die eigene Identität in einem modernen, europäischen Kontext.
In Deutschland fällt der zweite Tag von Pessach im Jahr 2026 auf Friday, den April 3, 2026.
Aktuell verbleiben noch 90 Tage, bis dieser besondere Tag gefeiert wird.
Pessach ist ein bewegliches Fest, dessen Datum sich nach dem jüdischen Lunisolar-Kalender richtet. Es beginnt immer am 15. Tag des jüdischen Monats Nissan. Da der jüdische Kalender sich am Mond orientiert, wandert das Datum im gregorianischen Kalender jedes Jahr, fällt jedoch stets in die Frühlingszeit zwischen Ende März und Ende April.
Eine Besonderheit im Jahr 2026 ist das Zusammentreffen mit dem christlichen Karfreitag. Da der Karfreitag in Deutschland ein bundesweiter gesetzlicher Feiertag ist, ergibt sich eine seltene Überschneidung, die das öffentliche Leben maßgeblich beeinflusst und den interreligiösen Dialog sowie die gegenseitige Wahrnehmung der Feiertage stärkt.
Die Wurzeln von Pessach liegen über 3.000 Jahre zurück. Das Fest erinnert an den biblischen Auszug der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten unter der Führung von Moses. Das Buch Exodus (2. Buch Mose) beschreibt, wie Gott zehn Plagen über Ägypten brachte, um den Pharao zur Freilassung des Volkes Israel zu bewegen.
Der Name "Pessach" leitet sich vom hebräischen Wort für "vorüberschreiten" oder "verschonen" ab. Dies bezieht sich auf die zehnte Plage, den Tod der Erstgeborenen, bei dem der Todesengel an den Häusern der Israeliten vorbeiging, deren Türpfosten mit dem Blut eines Lammes markiert waren.
Warum gibt es in Deutschland (und der restlichen Diaspora) einen "zweiten Tag", während in Israel bereits der Alltag (Chol HaMoed) einkehrt? Dies hat historische Gründe: In der Antike wurde der Beginn eines neuen Monats durch die Beobachtung des Neumonds in Jerusalem bestimmt und per Boten verbreitet. Da die Nachricht die Gemeinden in der Ferne oft nicht rechtzeitig erreichte, führte man aus Vorsicht einen zweiten Feiertag ein (Jom Tow Scheni schel Galujot), um sicherzustellen, dass das Fest am korrekten Tag begangen wird. Obwohl wir heute präzise astronomische Kalender haben, wird diese Tradition in Deutschland aus Respekt vor der Geschichte und zur Stärkung der jüdischen Identität beibehalten.
Die Feierlichkeiten beginnen bereits am Vorabend. In Deutschland ist es üblich, dass nach dem ersten Sederabend am 14. Nissan auch am Abend des 15. Nissan (der den Übergang zum zweiten Tag markiert) ein zweiter Seder stattfindet.
Am zweiten Abend versammeln sich Familien und Freunde erneut. In Städten wie Berlin, Frankfurt am Main, München oder Hamburg organisieren die jüdischen Gemeinden oft auch öffentliche Sederabende für Alleinstehende, Reisende oder Gemeindemitglieder, die nicht zu Hause feiern können.
Die Symbole auf dem Sederteller: Matze: Das ungesäuerte Brot. Es erinnert daran, dass die Israeliten so schnell aufbrechen mussten, dass der Teig keine Zeit zum Gehen hatte. Maror: Bitterkraut (meist Meerrettich), das die Bitterkeit der Sklaverei symbolisiert. Charosset: Eine süße Mischung aus Äpfeln, Nüssen, Wein und Zimt, die optisch an den Lehmmörtel erinnert, mit dem die Sklaven in Ägypten Ziegel herstellen mussten. Sroa: Ein gerösteter Knochen (Lamm oder Geflügel), der an das Pessach-Opfer im Tempel erinnert. Beitzah: Ein hartgekochtes Ei als Symbol für das Leben und die Zerstörung des Tempels. Karpas: Ein grünes Gemüse (oft Petersilie oder Sellerie), das in Salzwasser getaucht wird, um die Tränen der Sklaven und gleichzeitig den Frühling zu symbolisieren.
Während des Seders werden vier Gläser Wein (oder Traubensaft) getrunken, die die vier Verheißungen Gottes an das Volk Israel darstellen. Ein besonderer Moment ist das Öffnen der Tür für den Propheten Elia und das Suchen des "Afikoman" – eines versteckten Stücks Matze, das die Kinder finden müssen, um eine kleine Belohnung zu erhalten.
Das prägendste Merkmal von Pessach in Deutschland ist der völlige Verzicht auf Chametz. Als Chametz werden alle gesäuerten Speisen bezeichnet, die aus den fünf Getreidearten (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer und Dinkel) bestehen und mit Wasser in Berührung gekommen sind.
In den Wochen vor Pessach erfolgt in jüdischen Haushalten in Deutschland ein gründlicher Frühjahrsputz, um auch den kleinsten Krümel Chametz aus der Wohnung zu entfernen. Geschirr wird rituell gereinigt oder durch spezielles Pessach-Geschirr ersetzt.
Statt Brot wird Matze gegessen. In der deutschen jüdischen Küche gibt es wunderbare Rezepte, die Matze als Basis nutzen: Matzeknödel (Matzah Balls): In einer kräftigen Hühnersuppe serviert, sind sie ein Klassiker an jedem Sederabend in Deutschland. Matze-Brie: Ein Gericht aus eingeweichter Matze und Eiern, das gerne zum Frühstück am zweiten Tag gegessen wird. Pessach-Kuchen: Da kein Mehl verwendet werden darf, nutzen viele deutsche Rezepte gemahlene Mandeln oder Nüsse, was die Kuchen besonders saftig macht.
In Deutschland ist es zudem üblich, dass koschere Lebensmittel für Pessach oft speziell gekennzeichnet sind ("Koscher le-Pessach"). Viele Supermärkte in Vierteln mit jüdischer Bevölkerung (wie Berlin-Charlottenburg oder das Frankfurter Westend) führen in dieser Zeit ein erweitertes Sortiment.
Pessach in Deutschland hat eine tiefe historische Resonanz. Nach der Shoah war das jüdische Leben in Deutschland fast vollständig vernichtet. Die Tatsache, dass heute wieder große Gemeinden den Auszug aus der Sklaverei feiern, ist ein Zeichen von Widerstandskraft und Erneuerung.
Der zweite Tag von Pessach wird oft für interreligiöse Begegnungen genutzt. Viele jüdische Gemeinden laden Vertreter aus Politik und Kirche zum Seder ein, um das Verständnis für jüdische Traditionen zu fördern. Da der Feiertag im Jahr 2026 mit dem Karfreitag zusammenfällt, wird der Fokus verstärkt auf den gemeinsamen Wurzeln und den unterschiedlichen Traditionen der Befreiungs- und Erlösungsgeschichten liegen.
Wenn Sie während des zweiten Tages von Pessach in Deutschland sind, gibt es einige Dinge zu beachten:
Berlin: Die Hauptstadt beherbergt die größte jüdische Gemeinde Deutschlands. Hier gibt es zahlreiche Synagogen unterschiedlicher Strömungen (von orthodox bis liberal). Besonders die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße ist ein Symbol für das Wiedererblühen des Judentums. Frankfurt am Main: Frankfurt hat eine jahrhundertelange jüdische Tradition. Die Gemeinde hier ist sehr aktiv und bietet oft große Gemeinschaftsveranstaltungen zum zweiten Sederabend an. München: Das jüdische Zentrum am Jakobsplatz mit der Synagoge Ohel Jakob ist ein architektonisches Highlight und ein wichtiger Ort für die Feierlichkeiten in Bayern.
In Deutschland ist der zweite Tag von Pessach kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet, dass Geschäfte (sofern es kein Sonntag oder ein anderer christlicher Feiertag ist) regulär geöffnet haben und Arbeitnehmer keinen automatischen Anspruch auf einen freien Tag haben.
Aber es gibt wichtige Ausnahmen und Regelungen: Religionsfreiheit: In vielen Bundesländern (wie Bayern, Baden-Württemberg oder Berlin) haben jüdische Schüler und Arbeitnehmer das Recht, für die wichtigsten religiösen Feiertage – wozu der zweite Tag von Pessach zählt – freigestellt zu werden. Arbeitnehmer müssen dies in der Regel rechtzeitig mit ihrem Arbeitgeber klären (oft unter Verrechnung eines Urlaubstages oder unbezahlt), während Schüler meist durch eine einfache Mitteilung an die Schule befreit werden. Besonderheit im Jahr 2026: Da der zweite Tag von Pessach im Jahr 2026 auf den Karfreitag fällt, ist dieser Tag für alle Menschen in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet: Schulen und Universitäten sind geschlossen. Büros, Fabriken und Geschäfte bleiben zu. * Es herrscht eine besondere Stille (das sog. "Tanzverbot" gilt in vielen Bundesländern), was den feierlichen Charakter des jüdischen Festes ungewollt unterstützt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der zweite Tag von Pessach in Deutschland ein tief spiritueller Tag ist, der die Brücke zwischen der antiken Geschichte der Befreiung und dem modernen jüdischen Leben in Europa schlägt. Im Jahr 2026 bietet die zeitliche Nähe zum Osterfest eine besondere Gelegenheit für Besinnung und das Zelebrieren der Freiheit in einem Land, das seine jüdische Kultur heute wieder schätzt und schützt.
Common questions about Second Day of Passover in Germany
Der zweite Tag von Pessach fällt im Jahr 2026 auf einen Friday, den April 3, 2026. Von heute an gerechnet sind es noch genau 90 Tage bis zu diesem religiösen Ereignis. Das Fest beginnt offiziell bereits am Vorabend nach Sonnenuntergang und markiert den Fortlauf der achttägigen Feierlichkeiten in der jüdischen Diaspora.
Nein, der zweite Tag von Pessach ist in Deutschland kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag. Allerdings fällt er im Jahr 2026 zufällig mit Karfreitag zusammen, welcher ein nationaler Feiertag ist. Während jüdische Einrichtungen und Synagogen geschlossen bleiben oder spezielle Gebetszeiten haben, ruht das öffentliche Leben in Deutschland an diesem Tag primär aufgrund des christlichen Feiertags. In einigen Bundesländern wie Bayern, Bremen und dem Saarland wird der Tag jedoch offiziell als religiöser Gedenktag geführt.
Pessach erinnert an den biblischen Auszug der Israeliten aus der ägyptischen Sklaverei. Der zweite Tag ist eine Besonderheit der jüdischen Diaspora außerhalb Israels. Historisch wurde dieser zusätzliche Tag eingeführt, um sicherzustellen, dass das Fest aufgrund potenzieller Unsicherheiten bei der Kalenderberechnung und der Nachrichtenübermittlung in der Antike zum richtigen Zeitpunkt gefeiert wird. Er symbolisiert die Beständigkeit des Glaubens und die Verbindung der jüdischen Gemeinden weltweit mit ihrer Geschichte.
Die Feierlichkeiten konzentrieren sich stark auf das Zuhause und die Familie. Am Vorabend des zweiten Tages findet der zweite Seder statt, ein festliches Abendessen, bei dem die Haggada gelesen, vier Gläser Wein getrunken und symbolische Speisen verzehrt werden. In Deutschland lebende Juden besuchen zudem Gottesdienste in der Synagoge. Da der Tag im Jahr 2026 auf Karfreitag fällt, herrscht in den Städten eine besonders ruhige Atmosphäre, die viele Familien für gemeinsame Gebete und ein festliches Beisammensein nutzen.
Das wichtigste Gebot ist der Verzicht auf gesäuertes Brot (Chametz). Stattdessen wird Matze gegessen, ein ungesäuertes Fladenbrot. Auf dem Sederteller finden sich symbolische Lebensmittel wie Bitterkräuter (Maror), ein gerösteter Knochen (Saroa) und eine Mischung aus Früchten und Nüssen (Charosset). Viele jüdische Gemeinden in Städten wie Berlin oder Frankfurt bieten spezielle koschere Lebensmittel an, die streng nach den Pessach-Vorschriften zubereitet wurden, um die Reinheit des Festes zu wahren.
Da der Termin mit Karfreitag zusammenfällt, sind fast alle Geschäfte, Supermärkte und Banken in Deutschland geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr fährt nach einem eingeschränkten Fahrplan. Wer eine Synagoge besuchen möchte, sollte sich vorab über Sicherheitsbestimmungen und Besuchszeiten informieren. Es ist ratsam, private Feiern nur nach ausdrücklicher Einladung zu besuchen. Ein respektvoller Gruß zu diesem Anlass ist 'Chag Pessach Sameach' (Frohes Pessach-Fest).
Die Intensität der Feierlichkeiten hängt stark von der Größe der jüdischen Gemeinde ab. In Metropolen wie Berlin, München oder Frankfurt am Main gibt es ein reichhaltiges Angebot an öffentlichen Sedern und Gemeindeveranstaltungen. In ländlichen Regionen wird das Fest fast ausschließlich im privaten Kreis begangen. Aufgrund der Überschneidung mit Karfreitag gelten zudem in ganz Deutschland die Regeln für 'stille Tage', was bedeutet, dass öffentliche Tanzveranstaltungen oder laute Events untersagt sind.
Das Zusammentreffen im Jahr 2026 ist ein seltener Moment des interreligiösen Kalender-Gleichlaufs. Es unterstreicht die tiefen historischen Wurzeln zwischen dem jüdischen Pessach-Fest und dem christlichen Osterfest. Während die jüdische Gemeinschaft den Auszug aus Ägypten feiert, gedenken Christen dem Leiden Jesu. Für Besucher in Deutschland bietet dies eine einzigartige Gelegenheit, die religiöse Vielfalt und die stille Reflexion beider Glaubensgemeinschaften parallel zu erleben.
Second Day of Passover dates in Germany from 2010 to 2025
| Year | Day of Week | Date |
|---|---|---|
| 2025 | Monday | April 14, 2025 |
| 2024 | Wednesday | April 24, 2024 |
| 2023 | Friday | April 7, 2023 |
| 2022 | Sunday | April 17, 2022 |
| 2021 | Monday | March 29, 2021 |
| 2020 | Friday | April 10, 2020 |
| 2019 | Sunday | April 21, 2019 |
| 2018 | Sunday | April 1, 2018 |
| 2017 | Wednesday | April 12, 2017 |
| 2016 | Sunday | April 24, 2016 |
| 2015 | Sunday | April 5, 2015 |
| 2014 | Wednesday | April 16, 2014 |
| 2013 | Wednesday | March 27, 2013 |
| 2012 | Sunday | April 8, 2012 |
| 2011 | Wednesday | April 20, 2011 |
| 2010 | Wednesday | March 31, 2010 |
Note: Holiday dates may vary. Some holidays follow lunar calendars or have different observance dates. Purple indicates weekends.