International Women's Day

Germany • March 8, 2026 • Sunday

64
Days
20
Hours
51
Mins
46
Secs
until International Women's Day
Europe/Berlin timezone

Holiday Details

Holiday Name
International Women's Day
Country
Germany
Date
March 8, 2026
Day of Week
Sunday
Status
64 days away
Weekend
Falls on weekend
About this Holiday
International Women's Day is a observance in Germany

About International Women's Day

Also known as: Internationaler Frauentag

Internationaler Frauentag in Deutschland: Ein Umfassender Leitfaden

Der Internationale Frauentag, in Deutschland oft schlicht „Frauentag“ genannt, ist weit mehr als nur ein Datum im Kalender. Er ist ein kraftvolles Symbol für den jahrzehntelangen Kampf um Gleichberechtigung, das Wahlrecht für Frauen und die Emanzipation. In Deutschland hat dieser Tag eine besonders bewegte Geschichte hinter sich – von den ersten Demonstrationen im frühen 20. Jahrhundert über die unterschiedliche Bedeutung in der geteilten Bundesrepublik und der DDR bis hin zur heutigen Rolle als gesetzlicher Feiertag in ausgewählten Bundesländern.

Was den Frauentag in Deutschland so besonders macht, ist seine Mischung aus politischem Aktivismus und gesellschaftlicher Reflexion. Während er in vielen Ländern der Welt eher wie ein „Muttertag light“ mit Blumen und Pralinen gefeiert wird, steht in Deutschland der Forderungscharakter im Vordergrund. Es geht um den „Gender Pay Gap“ (die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern), die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen, den Schutz vor Gewalt und die unbezahlte Care-Arbeit. Es ist ein Tag, an dem die Errungenschaften der Frauen gefeiert werden, aber gleichzeitig lautstark auf die bestehenden Defizite in der Gesellschaft hingewiesen wird.

Wann findet der Frauentag im Jahr 2026 statt?

Der Internationale Frauentag fällt jedes Jahr auf das feste Datum des 8. März. Im Jahr 2026 fällt dieser besondere Tag auf einen Sunday.

Hier sind die Eckdaten für Ihre Planung:

  • Datum: March 8, 2026
  • Wochentag: Sunday
  • Verbleibende Zeit: Es sind noch 64 Tage bis zu diesem Ereignis.
Da der 8. März im Jahr 2026 auf einen Samstag fällt, hat dies interessante Auswirkungen auf das öffentliche Leben in Deutschland. In den Bundesländern, in denen der Tag ein gesetzlicher Feiertag ist, überschneidet er sich mit dem regulären Wochenende, was bedeutet, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen durch Arbeitsausfälle geringer ausfallen, die festliche und demonstrative Stimmung jedoch das gesamte Wochenende prägen wird.


Die Geschichte und Ursprünge des Frauentags in Deutschland

Die Wurzeln des Internationalen Frauentags liegen in der Arbeiterbewegung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Die Initiative ging maßgeblich von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin aus. Auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz im Jahr 1910 in Kopenhagen schlug sie die Einführung eines jährlichen Frauentags vor, um das Frauenwahlrecht zu propagieren.

Der erste Frauentag 1911 Am 19. März 1911 wurde der Frauentag zum ersten Mal gefeiert – unter anderem in Deutschland, Österreich-Ungarn, Dänemark und der Schweiz. Millionen von Frauen gingen auf die Straße, um ihr Recht auf politische Mitbestimmung einzufordern. Es war eine Zeit des Umbruchs, in der Frauen als billige Arbeitskräfte in Fabriken ausgebeutet wurden, aber politisch keinerlei Mitspracherecht hatten.

Das Datum: Der 8. März Warum feiern wir heute am 8. März? Dieses Datum etablierte sich erst später, primär in Erinnerung an den Streik der Textilarbeiterinnen in St. Petersburg während der Russischen Revolution im Jahr 1917. In Deutschland wurde der 8. März 1914 zum ersten Mal als fester Termin genutzt, kurz bevor der Erste Weltkrieg die feministischen Bemühungen vorerst bremste.

Die Zeit der Teilung Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Tradition des Frauentags in den beiden deutschen Staaten sehr unterschiedlich:

  • In der DDR (Ostdeutschland): Hier wurde der Frauentag staatlich gefördert und groß gefeiert. Er war zwar kein arbeitsfreier Feiertag, galt aber als wichtiger Festtag in Betrieben und Schulen. Frauen erhielten oft Auszeichnungen, Blumen und kleine Geschenke. Kritiker bemängelten jedoch, dass der Tag oft zu einer sozialistischen Propagandaveranstaltung instrumentalisiert wurde, während die tatsächliche Doppelbelastung der Frauen im Alltag bestehen blieb.
  • In der BRD (Westdeutschland): In der alten Bundesrepublik geriet der Frauentag zunächst fast in Vergessenheit. Er galt als „sozialistisches Relikt“. Erst mit der neuen Frauenbewegung in den 1970er Jahren wurde er wiederentdeckt. Hier lag der Fokus weniger auf staatlichen Feiern, sondern auf autonomen Protesten gegen den Paragraphen 218 (Abtreibungsverbot) und für die allgemeine Selbstbestimmung.
Nach der Wiedervereinigung Nach 1990 wuchsen diese beiden Traditionen langsam zusammen. Heute ist der Frauentag in ganz Deutschland ein Tag des feministischen Diskurses, der sowohl die ostdeutsche Tradition der Anerkennung als auch die westdeutsche Tradition des Protests vereint.


Wie wird der Frauentag in Deutschland gefeiert?

Die Feierlichkeiten zum Frauentag in Deutschland sind vielfältig und hängen stark von der Region und der persönlichen Einstellung ab. Es gibt keine festen religiösen Riten oder traditionelle Speisen, stattdessen dominieren soziale und politische Aktivitäten.

1. Demonstrationen und Kundgebungen

In fast allen großen deutschen Städten – von Hamburg über Köln bis München – finden am 8. März Demonstrationen statt. Die größte davon zieht meist durch Berlin. Hier versammeln sich Zehntausende, um für Themen wie Entgeltgleichheit, sexuelle Selbstbestimmung und ein Ende patriarchaler Strukturen zu demonstrieren. Die Atmosphäre ist oft kämpferisch, bunt und solidarisch. Es werden Transparente gemalt, Parolen gerufen und Reden gehalten.

2. Kultur und Bildung

Museen, Theater und Volkshochschulen bieten rund um den 8. März ein spezielles Programm an. Es gibt:
  • Lesungen: Autorinnen stellen Werke vor, die sich mit weiblichen Lebensrealitäten auseinandersetzen.
  • Filmabende: Kinos zeigen Dokumentationen oder Spielfilme über starke Frauenfiguren.
  • Podiumsdiskussionen: Expertinnen aus Wissenschaft und Politik diskutieren über den aktuellen Stand der Gleichstellung in Deutschland.
  • Workshops: Von Selbstverteidigungskursen bis hin zu Gehaltsverhandlungstrainings für Frauen ist alles dabei.

3. Im beruflichen Kontext

In vielen deutschen Unternehmen ist es mittlerweile üblich, den Frauentag intern zu thematisieren. Manche Firmen laden Gastrednerinnen ein oder veranstalten Networking-Events für ihre weiblichen Angestellten. In den Bundesländern, in denen der Tag kein Feiertag ist, nutzen viele Frauen die Mittagspause für kleinere Aktionen.

4. Private Gesten

Obwohl der politische Charakter überwiegt, schenken sich Freunde, Partner oder Kollegen in Deutschland gelegentlich Blumen (oft Mimosen oder rote Rosen) oder kleine Aufmerksamkeiten als Zeichen der Wertschätzung. Dies ist jedoch weniger institutionalisiert als beispielsweise in Osteuropa.

Regionale Unterschiede: Wo ist der Frauentag ein Feiertag?

Eines der am häufigsten missverstandenen Themen rund um den 8. März in Deutschland ist sein Status als gesetzlicher Feiertag. Deutschland ist ein föderaler Staat, was bedeutet, dass die Bundesländer selbst entscheiden können, welche Tage arbeitsfrei sind.

Berlin: Der Vorreiter Im Jahr 2019 schrieb Berlin Geschichte, indem es als erstes deutsches Bundesland den Internationalen Frauentag zum gesetzlichen Feiertag erklärte. Die Entscheidung wurde damit begründet, dass Berlin im Vergleich zu süddeutschen Bundesländern (wie Bayern oder Baden-Württemberg) deutlich weniger Feiertage hat und man ein Zeichen für die Gleichberechtigung setzen wollte.

Mecklenburg-Vorpommern zieht nach Im Jahr 2023 folgte Mecklenburg-Vorpommern diesem Beispiel. Seitdem ist der 8. März auch im Nordosten Deutschlands ein offizieller arbeitsfreier Tag.

Die Situation in den restlichen 14 Bundesländern In allen anderen Bundesländern (z. B. Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Hessen) ist der 8. März kein gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet:

  • Schulen und Behörden sind geöffnet.
  • Die Menschen müssen ganz normal zur Arbeit gehen.
  • Geschäfte haben reguläre Öffnungszeiten.
Für das Jahr 2026 bedeutet das: Da der Tag auf einen Samstag fällt, sind die Auswirkungen der Feiertagsregelung in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern geringer, da viele ohnehin frei hätten. Dennoch bleiben dort staatliche Einrichtungen, die samstags geöffnet hätten, geschlossen.


Praktische Informationen für Besucher und Expats

Wenn Sie planen, den 8. März 2026 in Deutschland zu verbringen, gibt es einige Dinge, die Sie beachten sollten, um das Beste aus diesem Tag zu machen.

1. Öffnungszeiten und Verkehr

  • In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: Da es sich um einen offiziellen Feiertag handelt, bleiben Behörden, Banken und viele Büros geschlossen. Da der 8. März 2026 ein Samstag ist, hat dies auf den Einzelhandel kaum Auswirkungen – Geschäfte und Supermärkte sind in Deutschland samstags ohnehin meist normal geöffnet (außer in sehr kleinen Gemeinden). Der öffentliche Nahverkehr fährt oft nach dem Samstagsfahrplan, was bedeutet, dass Busse und Bahnen regelmäßig verkehren.
  • Im Rest Deutschlands: Alles läuft wie an einem ganz normalen Samstag.

2. Teilnahme an Veranstaltungen

Die meisten großen Demonstrationen starten gegen Mittag an zentralen Plätzen (in Berlin oft am Alexanderplatz oder am Brandenburger Tor). Es ist keine Anmeldung erforderlich – jeder, der die Ziele der Bewegung unterstützt, ist willkommen. Es ist jedoch ratsam, sich vorher über die genauen Routen zu informieren, da es zu Straßensperrungen kommen kann.

3. Wetter und Kleidung

Der März in Deutschland ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter, das oft als „Aprilwetter“ bezeichnet wird. Die Temperaturen liegen meist zwischen 5°C und 10°C. Wenn Sie an einer der vielen Outdoor-Kundgebungen teilnehmen möchten, sollten Sie:
  • Sich im Zwiebelprinzip kleiden (mehrere Schichten).
  • Eine wind- und wasserfeste Jacke tragen.
  • Bequeme Schuhe anziehen, da man bei den Demonstrationen oft mehrere Kilometer zu Fuß zurücklegt.

4. Etikette und Verhalten

Der Frauentag in Deutschland ist ein Tag der Solidarität. Wenn Sie als Tourist oder Expat teilnehmen:
  • Respekt zeigen: Die Demonstrationen sind oft ernsthaft. Es ist kein Karneval.
  • Zuhören: Nutzen Sie die Gelegenheit, den Reden zuzuhören, um mehr über die spezifischen Herausforderungen von Frauen in Deutschland (z. B. Altersarmut, Quote in Aufsichtsräten) zu erfahren.
  • Keine Erwartungen an Geschenke: Erwarten Sie nicht, dass Ihnen in Restaurants oder Geschäften automatisch Blumen überreicht werden. Die deutsche Tradition ist eher diskursiv als materiell.

Die politische Bedeutung: Artikel 3 des Grundgesetzes

Um zu verstehen, warum der Frauentag in Deutschland so ernst genommen wird, muss man einen Blick in das deutsche Grundgesetz werfen. In Artikel 3, Absatz 2 heißt es:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Dieser Zusatz („...und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“) wurde erst 1994 nach langem Ringen hinzugefügt. Er ist die rechtliche Basis für viele politische Maßnahmen in Deutschland. Der Frauentag dient jedes Jahr als „Inventur“: Wie gut hat der Staat diesen Auftrag erfüllt?

Themen, die am 8. März 2026 voraussichtlich im Fokus stehen werden:

  • Parität in den Parlamenten: Frauen sind im Deutschen Bundestag nach wie vor unterrepräsentiert.
  • Altersarmut: Da Frauen oft in Teilzeit arbeiten oder Erziehungszeiten übernehmen, sind ihre Renten deutlich niedriger als die von Männern.
  • Gewalt gegen Frauen: Die Umsetzung der Istanbul-Konvention ist ein Dauerthema in der deutschen Politik.

Einzigartige Aspekte im Vergleich zu anderen Ländern

Deutschland nimmt mit seinem Umgang mit dem Frauentag eine interessante Zwischenstellung ein. In etwa 27 Ländern weltweit (darunter viele Nachfolgestaaten der Sowjetunion, aber auch Länder wie Vietnam oder Sambia) ist der Frauentag ein nationaler Feiertag für die gesamte Bevölkerung.

In Westeuropa hingegen ist Deutschland mit seinen zwei Bundesländern, die den Tag zum Feiertag erklärt haben, ein absoluter Vorreiter. In Ländern wie Frankreich, Italien oder Spanien gibt es zwar große Proteste und Feierlichkeiten, aber keinen gesetzlich arbeitsfreien Tag.

Ein weiterer spezifischer Aspekt ist der „Frauenstreik“. In den letzten Jahren haben feministische Kollektive in Deutschland dazu aufgerufen, am 8. März nicht nur die Erwerbsarbeit, sondern auch die Haus- und Sorgearbeit niederzulegen. Dies soll sichtbar machen, wie sehr die Gesellschaft kollabieren würde, wenn Frauen ihre (oft unsichtbare) Arbeit einstellen würden.


Zusammenfassung für Ihren 8. März 2026

Der Internationale Frauentag am March 8, 2026 wird in Deutschland ein Tag voller Energie und Relevanz sein. Da er auf einen Samstag fällt, bietet er die perfekte Gelegenheit für alle Bürgerinnen und Bürger, sich ohne den Druck des Arbeitsalltags an den zahlreichen Veranstaltungen zu beteiligen.

Ob Sie nun in Berlin durch die Straßen ziehen, in Schwerin die feiertägliche Ruhe genießen oder in Frankfurt an einer Podiumsdiskussion teilnehmen – der Frauentag ist der Moment, um innezuhalten und die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu würdigen. Es ist ein Tag, der die Geschichte ehrt, die Gegenwart kritisch hinterfragt und gemeinsam an einer gerechteren Zukunft arbeitet.

In einer Welt, die sich ständig wandelt, bleibt der 8. März in Deutschland eine feste Konstante des sozialen Gewissens. Markieren Sie sich den Sunday in Ihrem Kalender und werden Sie Teil dieser bedeutenden Tradition, die zeigt, dass Gleichberechtigung kein Ziel, sondern ein fortlaufender Prozess ist.


Ist der Frauentag ein öffentlicher Feiertag? (Checkliste)

Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Fakten für den 8. März 2026:

  1. Ist es ein gesetzlicher Feiertag?
Ja, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Nein, in den restlichen 14 Bundesländern.
  1. Habe ich frei?
Wenn Sie in Berlin oder Mecklenburg-Vorpommern arbeiten: Ja (da es ein Samstag ist, gilt dies für Berufe mit Samstagsarbeit). Im Rest Deutschlands: Nein, es ist ein regulärer Samstag.
  1. Was ist geschlossen?
In den Feiertags-Bundesländern: Ämter, Behörden, Schulen, viele Büros. Bundesweit: Postfilialen und Banken haben samstags ohnehin oft eingeschränkte Zeiten oder sind zu.
  1. Was ist offen?
Der Einzelhandel (Supermärkte, Einkaufszentren) ist in ganz Deutschland regulär geöffnet. Restaurants, Cafés und Museen sind geöffnet und oft Schauplatz von Veranstaltungen.
  1. Besonderheit im Jahr 2026:
* Da der March 8, 2026 ein Samstag ist, verschwimmen die Grenzen zwischen Feiertag und regulärem Wochenende. Die Straßen in den Innenstädten werden voraussichtlich besonders belebt sein, da Shopping-Publikum und Demonstrationsteilnehmer aufeinandertreffen.

Der Internationale Frauentag bleibt damit eines der spannendsten Daten im deutschen Jahreslauf – ein Tag, der zeigt, wie Politik und Alltag untrennbar miteinander verwoben sind.

Frequently Asked Questions

Common questions about International Women's Day in Germany

Der Internationale Frauentag findet am March 8, 2026 statt. Im Jahr 2026 fällt dieser besondere Tag auf einen Sunday. Es verbleiben noch genau 64 Tage bis zu diesem Datum. Da der Feiertag auf ein Wochenende fällt, sind die Auswirkungen auf die reguläre Arbeitswoche im Vergleich zu anderen Jahren geringer, dennoch bleibt die Bedeutung des Tages für die Gleichberechtigung weltweit und in Deutschland zentral.

Nein, der Frauentag ist kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Er ist nur in zwei Bundesländern offiziell arbeitsfrei: Berlin, das den Tag 2019 als erstes Bundesland einführte, und Mecklenburg-Vorpommern, wo er seit 2023 als Feiertag gilt. In allen anderen Bundesländern ist der 8. März ein regulärer Arbeitstag. In den feiernden Bundesländern bleiben öffentliche Institutionen, Schulen und viele Unternehmen geschlossen, während der Einzelhandel und touristische Einrichtungen meist geöffnet bleiben.

Der Internationale Frauentag hat seine Wurzeln im Kampf um das Frauenwahlrecht und bessere Arbeitsbedingungen. In Deutschland wurde er erstmals am 8. März 1914 begangen, wobei die Forderung nach dem Stimmrecht für Frauen im Mittelpunkt stand, welches schließlich 1918 erreicht wurde. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland unterstreicht in Artikel 3 die Gleichberechtigung von Männern und Frauen und verpflichtet den Staat, bestehende Nachteile aktiv zu beseitigen. Die Einführung als Feiertag in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern soll diese Errungenschaften würdigen und auf verbleibende Ungleichheiten aufmerksam machen.

Der Tag wird in Deutschland primär als politischer Aktions- und Gedenktag wahrgenommen. Im Vordergrund stehen Feminismus, Empowerment und der Diskurs über Geschlechtergerechtigkeit. Es gibt zahlreiche Demonstrationen, Kundgebungen und öffentliche Debatten. In Städten wie Berlin werden Konzerte, Lesungen und Workshops organisiert, die sich mit Frauenthemen befassen. Es handelt sich weniger um ein Familienfest mit religiösen Bräuchen, sondern vielmehr um einen Tag des sozialen Engagements und der Solidarität, an dem auf Lohnunterschiede und gesellschaftliche Barrieren hingewiesen wird.

Da der Frauentag in diesen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist, bleiben Ämter, Banken und viele Büros geschlossen. Da der 8. März im Jahr 2026 jedoch auf einen Sunday fällt, sind die Auswirkungen auf den Alltag für Touristen minimal, da viele dieser Einrichtungen ohnehin geschlossen hätten. Der öffentliche Nahverkehr verkehrt nach dem Wochenendfahrplan. Geschäfte können in Berlin aufgrund der Feiertagsregelung geschlossen bleiben, während Gastronomie und kulturelle Einrichtungen meist geöffnet sind, um Besucher zu empfangen.

Es gibt keine spezifischen traditionellen Speisen, Trachten oder religiösen Rituale, die mit dem Frauentag in Deutschland verbunden sind. Die Atmosphäre ist eher aktivistisch und reflektiert. Viele Teilnehmer von Demonstrationen tragen lila Symbole oder führen Banner mit feministischen Slogans mit sich. Es ist üblich, dass Organisationen Rosen oder Informationsmaterial verteilen. Besucher sollten sich auf das Wetter im März einstellen, das oft kühl und regnerisch ist, und warme Kleidung für die Teilnahme an Außenveranstaltungen einplanen.

Für Expats und Touristen bietet der Tag eine hervorragende Gelegenheit, in die deutsche Debattenkultur einzutauchen. Es empfiehlt sich, lokale Veranstaltungskalender für politische Diskussionen, Filmvorführungen oder Kundgebungen zu prüfen, insbesondere auf zentralen Plätzen wie dem Alexanderplatz in Berlin. Da es ein Tag des Protests und der Bewusstseinsbildung ist, ist ein respektvolles Beobachten oder eine unterstützende Teilnahme an den Märschen angemessen. In den Bundesländern ohne Feiertagsstatus verläuft der Tag wie ein gewöhnlicher Werktag, abgesehen von kleineren lokalen Events.

Während der 8. März in etwa 27 Ländern weltweit (oft ehemals sozialistisch geprägt) ein nationaler Feiertag ist, nimmt Deutschland mit seiner regional begrenzten Regelung eine Sonderrolle in Westeuropa ein. Im Gegensatz zu manchen Ländern, in denen Frauen mit Geschenken oder Blumen im privaten Rahmen geehrt werden, liegt der Fokus in Deutschland stark auf der systemischen Gleichstellung und politischen Forderungen. Der Feiertagsstatus in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist ein modernes politisches Signal für die Bedeutung der Frauenrechte in der heutigen Gesellschaft.

Historical Dates

International Women's Day dates in Germany from 2010 to 2025

Year Day of Week Date
2025 Saturday March 8, 2025
2024 Friday March 8, 2024
2023 Wednesday March 8, 2023
2022 Tuesday March 8, 2022
2021 Monday March 8, 2021
2020 Sunday March 8, 2020
2019 Friday March 8, 2019
2018 Thursday March 8, 2018
2017 Wednesday March 8, 2017
2016 Tuesday March 8, 2016
2015 Sunday March 8, 2015
2014 Saturday March 8, 2014
2013 Friday March 8, 2013
2012 Thursday March 8, 2012
2011 Tuesday March 8, 2011
2010 Monday March 8, 2010

Note: Holiday dates may vary. Some holidays follow lunar calendars or have different observance dates. Purple indicates weekends.