Carnival / Ash Wednesday

Germany • February 18, 2026 • Wednesday

46
Days
20
Hours
52
Mins
41
Secs
until Carnival / Ash Wednesday
Europe/Berlin timezone

Holiday Details

Holiday Name
Carnival / Ash Wednesday
Country
Germany
Date
February 18, 2026
Day of Week
Wednesday
Status
46 days away
About this Holiday
Ash Wednesday marks the first day of Lent in western Christian churches.

About Carnival / Ash Wednesday

Also known as: Karneval / Aschermittwoch

Karneval und Aschermittwoch in Deutschland: Ein umfassender Leitfaden

Karneval, Fasching, Fastnacht oder Fastelovend – die „fünfte Jahreszeit“ in Deutschland ist weit mehr als nur ein einfaches Volksfest. Es ist ein tief in der Geschichte und Religion verwurzeltes Phänomen, das Millionen von Menschen in seinen Bann zieht. Besonders in den katholisch geprägten Regionen entlang des Rheins und in Süddeutschland verwandeln sich ganze Städte in ein buntes Meer aus Kostümen, Musik und politischer Satire. Es ist die Zeit der kollektiven Ausgelassenheit, in der gesellschaftliche Normen zeitweise außer Kraft gesetzt werden und der „kleine Mann“ den Mächtigen den Spiegel vorhält.

Das Wesen des Karnevals liegt in der Umkehrung. Wenn der „Prinz Karneval“ symbolisch die Stadtschlüssel übernimmt, beginnt eine Herrschaft des Humors. Es geht um Gemeinschaft, um das gemeinsame Singen von Schunkelliedern bei einem Glas Kölsch oder Altbier und um die kreative Freiheit, für ein paar Tage jemand völlig anderes zu sein. Doch hinter der Maskerade steckt auch eine ernste Komponente: Das Aufbegehren gegen Autoritäten und die Vorbereitung auf die anschließende Fastenzeit. Der Karneval ist das letzte große Aufbäumen der Lebensfreude, bevor mit dem Aschermittwoch eine Phase der Einkehr und des Verzichts beginnt.

In Städten wie Köln, Düsseldorf und Mainz erreicht der Wahnsinn seinen Höhepunkt. Hier sind die Traditionen über Jahrhunderte gewachsen, von den prunkvollen Sitzungen der Karnevalsgesellschaften bis hin zu den riesigen Straßenumzügen. Aber auch im Süden, etwa in München oder im Schwarzwald (als schwäbisch-alemannische Fasnet), wird intensiv gefeiert, wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Bräuchen. Der deutsche Karneval ist ein kulturelles Mosaik, das zeigt, wie lebendig Traditionen sein können, wenn sie sich ständig neu erfinden, ohne ihre Wurzeln zu verlieren.


Wann ist der Karnevalshöhepunkt und Aschermittwoch im Jahr 2026?

Der Karneval ist ein bewegliches Fest, dessen Termin direkt vom Osterfest abhängt. Im Jahr 2026 fällt der entscheidende Wendepunkt, der Aschermittwoch, auf den February 18, 2026. Das bedeutet, dass die intensivste Phase der Feierlichkeiten Mitte Februar stattfindet.

Hier sind die wichtigsten Eckdaten für Ihren Kalender im Jahr 2026:

  • Weiberfastnacht: Donnerstag, 12. Februar 2026
  • Rosenmontag: Montag, 16. Februar 2026
  • Aschermittwoch: Wednesday, February 18, 2026
Bis zum Aschermittwoch sind es aktuell noch genau 46 Tage.

Da sich der Termin nach dem Mondkalender richtet (Aschermittwoch ist immer genau 46 Tage vor Ostersonntag), variiert das Datum jedes Jahr erheblich. Im Jahr 2026 liegt der Karneval vergleichsweise früh im Kalenderjahr, was bedeutet, dass sich Besucher auf kühles Wetter einstellen sollten, während sie in den Straßen von Köln oder Mainz feiern.


Die Geschichte und Ursprünge: Von Heiden, Christen und Preußen

Die Wurzeln des Karnevals sind vielschichtig und reichen bis in die Antike zurück. Bereits die Römer feierten die Saturnalien, bei denen Sklaven und Herren für einen Tag die Rollen tauschten. Auch germanische Frühlingsbräuche, bei denen böse Wintergeister mit furchteinflößenden Masken und Lärm vertrieben werden sollten, flossen in die Tradition ein – ein Element, das man heute noch besonders stark in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht sieht.

Die christliche Bedeutung

Im Mittelalter erhielt das Fest seinen christlichen Rahmen. Das Wort „Karneval“ leitet sich vermutlich vom lateinischen „carne vale“ (Fleisch, lebe wohl) ab. Bevor die strenge, 40-tägige Fastenzeit vor Ostern begann, mussten alle verderblichen Vorräte – insbesondere Fleisch, Schmalz und Eier – aufgezehrt werden. Dies führte zu exzessiven Festmählern. Man wollte sich noch einmal richtig satt essen und amüsieren, bevor die Entbehrung begann.

Politischer Widerstand und Satire

Besonders im Rheinland entwickelte der Karneval im 19. Jahrhundert eine starke politische Note. Während der Besatzung durch die Truppen Napoleons und später unter der preußischen Verwaltung nutzten die Bürger den Karneval, um versteckte Kritik an der Obrigkeit zu üben. Die heute noch üblichen Uniformen der Karnevalsgarden sind oft Persiflagen auf das preußische Militär. Die Narrenkappe wurde zum Symbol der Freiheit, und die Büttenreden (humoristische Reden in einem Fass) dienten dazu, die Zensur durch Satire zu umgehen.

Regionale Unterschiede: Karneval vs. Fasching vs. Fastnacht

Obwohl ganz Deutschland feiert, gibt es deutliche regionale Unterschiede in der Bezeichnung und der Art der Feierlichkeiten.

Das Rheinland (Karneval)

Köln ist die unangefochtene Hauptstadt des deutschen Karnevals. Hier regiert das „Dreigestirn“ aus Prinz, Bauer und Jungfrau (die traditionell von einem Mann verkörpert wird). Der Fokus liegt auf dem „Fastelovend“, dem Straßenkarneval und den großen Prunkwagen. Düsseldorf ist bekannt für seine besonders bissigen, politisch-satirischen Wagen, während Mainz durch die „Meenzer Fassenacht“ und ihre literarisch-politischen Sitzungen besticht.

Bayern und Sachsen (Fasching)

In München und anderen Teilen Bayerns spricht man von Fasching. Hier sind die Feiern oft etwas eleganter, mit großen Bällen wie dem Ball der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt. Die Stimmung ist ausgelassen, aber oft weniger „militärisch-organisiert“ als im Rheinland. In München ist der Tanz der Marktfrauen am Faschingsdienstag ein absoluter Höhepunkt.

Südwestdeutschland (Schwäbisch-alemannische Fastnacht)

Hier geht es traditioneller und oft etwas schauriger zu. Statt bunter Fantasiekostüme tragen die Narren (Häs) handgeschnitzte Holzmasken (Larven), die oft über Generationen vererbt werden. Die Figuren stellen Hexen, Teufel oder Tiergestalten dar. Der „Narrensprung“ ist hier das zentrale Ereignis, bei dem die Gruppen in festen Formationen durch die Gassen ziehen und mit Schellen und Peitschenlärm den Winter vertreiben.

Die Chronologie der tollen Tage im Jahr 2026

Wenn Sie planen, den Karneval im Jahr 2026 zu besuchen, sollten Sie den zeitlichen Ablauf kennen, da jeder Tag seinen eigenen Charakter hat.

Weiberfastnacht (12. Februar 2026)

Dies ist der inoffizielle Startschuss des Straßenkarnevals. Pünktlich um 11:11 Uhr wird auf den Marktplätzen (z. B. dem Alten Markt in Köln) die Feier eröffnet. Ein bekannter Brauch ist das Abschneiden der Krawatten: Frauen schneiden den Männern die Schlipse ab als Symbol dafür, dass die Frauen für einen Tag die Macht übernehmen. Als Entschädigung gibt es ein „Bützchen“ (ein Küsschen auf die Wange).

Karnevalsfreitag bis Karnevalssonntag (13.–15. Februar 2026)

Diese Tage stehen im Zeichen der Stadtteile. In Köln finden die „Veedelszöch“ (Viertelsumzüge) statt, die oft familiärer und weniger kommerziell sind als der große Montagszug. Es gibt unzählige Kostümbälle und Sitzungen. In München finden am Sonntag die großen Faschingsumzüge in der Innenstadt statt.

Rosenmontag (16. Februar 2026)

Der absolute Höhepunkt. In Köln, Düsseldorf und Mainz ziehen kilometerlange Züge durch die Straßen. Millionen von Menschen stehen am Rand und rufen „Alaaf“ (Köln) oder „Helau“ (Düsseldorf/Mainz), während von den Wagen tonnenweise Süßigkeiten („Kamelle“) und Blumen („Strüßjer“) geworfen werden. Die Motivwagen, die aktuelle politische Themen verspotten, stehen dabei im Mittelpunkt des medialen Interesses.

Veilchendienstag (17. Februar 2026)

Der letzte Tag der Ausschweifungen. In vielen Vierteln finden noch kleinere Umzüge statt. In der Nacht zum Mittwoch findet in Köln die „Nubbelverbrennung“ statt. Der Nubbel ist eine Strohpuppe, die symbolisch für alle Sünden verantwortlich gemacht wird, die während der Karnevalszeit begangen wurden. Mit seiner Verbrennung werden die Narren reingewaschen.

Aschermittwoch (February 18, 2026)

Mit dem Aschermittwoch endet alles schlagartig. Die Kostüme werden verstaut, die Dekorationen abgenommen. In den Kirchen lassen sich die Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn zeichnen als Symbol der Vergänglichkeit. Traditionell wird an diesem Tag Fisch gegessen, da Fisch nicht als Fleisch zählt und somit mit der beginnenden Fastenzeit vereinbar ist. Viele Politiker nutzen den „Politischen Aschermittwoch“ für kernige Reden vor ihrer Parteibasis.

Traditionen und Bräuche im Detail

Die Büttenrede

In den Prunksitzungen ist die Büttenrede das zentrale Element. Der Redner steht in einer „Bütt“ (einem Fass) und trägt in Reimform seine Beobachtungen zum Zeitgeschehen vor. Dabei werden Politiker, Prominente und lokale Ereignisse gnadenlos durch den Kakao gezogen. Das Publikum reagiert mit „Tuschs“ der Kapelle oder Raketen (klatschen, trampeln, jubeln).

Kamelle und Strüßjer

Bei den Umzügen ist es üblich, dass die Teilnehmer auf den Wagen Gaben unters Volk werfen. „Kamelle“ (Karamellbonbons) ist der Sammelbegriff für Süßwaren aller Art. In Köln werden zudem „Strüßjer“ (kleine Blumensträuße) verteilt, oft gegen ein Bützchen. Es ist ratsam, einen stabilen Beutel oder einen umgedrehten Regenschirm mitzubringen, um die Beute aufzufangen.

Das Bützchen

Das Bützchen ist ein rein freundschaftliches Küsschen mit geschlossenen Lippen auf die Wange. Es ist Ausdruck der allgemeinen Verbrüderung und Lebensfreude. Während des Karnevals ist es völlig normal, Fremde zu bützen, ohne dass dies eine tiefere romantische Bedeutung hat. Respekt bleibt jedoch oberstes Gebot: Ein „Nein“ wird immer akzeptiert.

Der Nubbel

Besonders im Kölner Raum ist der Nubbel eine faszinierende Figur. Diese Strohpuppe hängt während der Karnevalstage über den Eingängen vieler Kneipen. Er ist der Sündenbock. Alles Geld, das versoffen wurde, und jeder Fehltritt wird dem Nubbel zugeschoben. In einer feierlichen, oft pseudoreligiösen Prozession wird er am Dienstagabend zu Grabe getragen und verbrannt.

Kulinarisches: Was isst und trinkt man?

Karneval ist eine Zeit der Deftigkeit. Da man viel Zeit im Freien verbringt und Alkohol eine Rolle spielt, ist eine „gute Unterlage“ wichtig.

  1. Berliner / Krapfen / Pfannkuchen: Dieses Siedegebäck aus Hefeteig, gefüllt mit Marmelade und in Zucker gewälzt, ist der Klassiker schlechthin. In der Karnevalszeit gibt es sie in unzähligen Variationen, manchmal (als Scherz) auch mit Senf gefüllt.
  2. Mutzen und Mutzenmandeln: Ein rheinisches Mürbeteiggebäck, das in Fett ausgebacken und mit Puderzucker bestäubt wird.
  3. Himmel un Ääd: Ein traditionelles Gericht aus Kartoffelstampf (Erde) und Apfelmus (Himmel), serviert mit gebratener Blutwurst.
  4. Kölsch und Alt: In Köln trinkt man Kölsch aus kleinen 0,2-Liter-Gläsern (Stangen). In Düsseldorf herrscht das dunkle Altbier vor. Es ist ein Sakrileg, in der jeweils anderen Stadt das falsche Bier zu bestellen.
  5. Fischessen am Aschermittwoch: Um die Fastenzeit einzuläuten, treffen sich viele Gruppen am Mittwoch zum gemeinsamen Heringsessen.

Praktische Tipps für Besucher

Wenn Sie im Jahr 2026 zum ersten Mal den Karneval erleben, gibt es einige Dinge zu beachten:

Die Wahl des Kostüms

Ein Kostüm ist Pflicht! Wer in Alltagskleidung in eine Karnevalskneipe geht, wird sich wie ein Fremdkörper fühlen. Es muss nicht teuer sein – oft reichen eine bunte Perücke, Schminke oder ein ausgefallener Hut. Da es im Februar in Deutschland sehr kalt sein kann (oft zwischen 0 und 10 Grad), empfiehlt sich das „Zwiebelprinzip“. Tragen Sie warme Thermounterwäsche unter dem Kostüm oder wählen Sie ein Kostüm, das weit genug ist, um eine Jacke darunter zu verstecken. Plüschige Tierkostüme (Onesies) sind sehr beliebt, da sie warm halten.

Unterkunft und Logistik

Städte wie Köln sind am Karnevalswochenende komplett ausgebucht. Buchen Sie Ihr Hotel Monate im Voraus. Viele Straßen im Zentrum sind für den Autoverkehr gesperrt. Nutzen Sie den öffentlichen Nahverkehr, aber stellen Sie sich auf extrem volle Bahnen ein. Die Deutsche Bahn setzt oft Sonderzüge ein.

Sicherheit

Wo Millionen Menschen feiern und Alkohol fließt, gibt es leider auch Taschendiebe. Tragen Sie Wertsachen eng am Körper oder lassen Sie Unnötiges im Hotel. Bleiben Sie in Gruppen und achten Sie aufeinander. Die Polizei ist massiv präsent und sorgt für Sicherheit, besonders an den Brennpunkten wie der Zülpicher Straße in Köln.

Vokabeln für den Notfall

  • Alaaf! (Köln): Der Gruß, den man überall ruft.
  • Helau! (Düsseldorf, Mainz): Hier bloß nicht Alaaf rufen!
  • Kamelle!: Was man ruft, wenn man Süßigkeiten will.
  • Bützchen: Das Küsschen.
  • Schunkeln: Sich bei den Nachbarn einhaken und im Rhythmus der Musik hin- und herwiegen.

Ist der Karneval ein gesetzlicher Feiertag?

Dies ist eine häufige Frage, deren Antwort regional unterschiedlich ausfällt.

  • Offiziell: Weder Rosenmontag noch Aschermittwoch sind in Deutschland gesetzliche Feiertage.
  • In der Praxis: In den Hochburgen (NRW, Rheinland-Pfalz, Teile Hessens) ruht am Rosenmontag fast die gesamte Arbeit. Viele Arbeitgeber geben ihren Mitarbeitern freiwillig frei („Brauchtumstag“). Schulen und Behörden bleiben meist geschlossen oder schließen bereits am Vormittag.
  • Weiberfastnacht: In Städten wie Köln schließen viele Geschäfte und Büros bereits gegen 10:00 oder 11:00 Uhr, damit die Mitarbeiter feiern können.
  • Aschermittwoch: Dies ist ein normaler Arbeitstag. Allerdings ist der Aschermittwoch in einigen Bundesländern (wie Bayern) ein „stiller Tag“. Das bedeutet, dass öffentliche Tanzveranstaltungen verboten sind und eine eher gedrückte, respektvolle Atmosphäre herrscht.
Geschäfte des täglichen Bedarfs (Supermärkte) haben meist geöffnet, außer direkt an der Umzugsstrecke am Rosenmontag. Banken haben am Rosenmontag in den betroffenen Regionen oft ganztägig geschlossen.

Der Aschermittwoch als Wendepunkt

Der Übergang vom Veilchendienstag zum Aschermittwoch am February 18, 2026 ist einer der krassesten kulturellen Kontraste in Deutschland. Während um Mitternacht noch die letzten Lieder gegrölt werden, herrscht am nächsten Morgen eine fast greifbare Stille.

Für gläubige Katholiken beginnt nun die Vorbereitung auf Ostern. Der Verzicht steht im Vordergrund. In der modernen Gesellschaft wird dies oft als „Fastenzeit-Challenge“ interpretiert: Viele Deutsche verzichten ab Aschermittwoch für sieben Wochen auf Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch oder das Auto.

Politisch gesehen ist der Aschermittwoch ebenfalls von Bedeutung. Beim „Politischen Aschermittwoch“ treffen sich die großen Parteien (besonders in Bayern die CSU), um in großen Bierzelten verbale Attacken gegen den politischen Gegner zu reiten. Es ist die Fortführung der karnevalistischen Satire in einem raueren, parteipolitischen Gewand.


Zusammenfassung für das Jahr 2026

Der Karneval 2026 verspricht, ein intensives Erlebnis zu werden. Mit dem Rosenmontag am 16. Februar und dem Aschermittwoch am February 18, 2026 liegt das Fest in einer Zeit, in der sich das Land nach dem langen Winter nach Fröhlichkeit sehnt.

Ob Sie nun in den Straßen von Köln Kamelle fangen, in Mainz über politische Büttenreden lachen oder in Rottweil den Narrensprung bestaunen – der Karneval bietet einen einzigartigen Einblick in die deutsche Seele. Er zeigt ein Volk, das Regeln liebt, aber auch genau weiß, wie man sie für ein paar Tage im Jahr mit einem lauten „Alaaf“ oder „Helau“ komplett über den Haufen wirft.

Bereiten Sie Ihr Kostüm vor, lernen Sie ein paar Lieder und stellen Sie sich darauf ein, am February 18, 2026 mit einem Kater, aber vielen wunderbaren Erinnerungen in die Fastenzeit zu starten. In noch **{{DAYS_UNT

Frequently Asked Questions

Common questions about Carnival / Ash Wednesday in Germany

Der Aschermittwoch fällt im Jahr 2026 auf Wednesday, den February 18, 2026. Von heute an sind es noch genau 46 Tage bis zu diesem Datum. Der Aschermittwoch markiert das offizielle Ende der Karnevalszeit und den Beginn der 40-tägigen Fastenzeit im christlichen Kalender. Während die tollen Tage ihren Höhepunkt am Rosenmontag erreichen, kehrt am Mittwoch Ruhe ein, und die gläubigen Christen bereiten sich durch Besinnung und Verzicht auf das Osterfest vor.

Nein, weder die Karnevalstage noch der Aschermittwoch sind bundesweite gesetzliche Feiertage. Allerdings wird der Rosenmontag in den Hochburgen des rheinischen Karnevals, wie Köln, Düsseldorf und Mainz, oft als de facto Feiertag behandelt, an dem viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern frei geben. Der Aschermittwoch hingegen gilt in einigen Bundesländern als 'stiller Tag'. Das bedeutet, dass öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, laute Musik und Tanz in dieser Zeit eingeschränkt oder untersagt sein können, um den ernsten Charakter des Tages zu wahren.

Der Karneval hat seine Wurzeln in christlichen Traditionen und diente ursprünglich als ausgelassenes Fest vor Beginn der strengen 40-tägigen Fastenzeit. Der Name leitet sich vermutlich vom lateinischen 'carne vale' (Fleisch, lebe wohl) ab. Es ist eine Zeit der Umkehrung von Normen, in der die Menschen durch Kostüme und Masken die Obrigkeit verspotten und soziale Hierarchien vorübergehend außer Kraft setzen. In Deutschland hat sich daraus ein tief verwurzeltes Volksfest entwickelt, das besonders im Rheinland die regionale Identität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.

Die Feierlichkeiten erreichen ihren Höhepunkt zwischen Weiberfastnacht und dem Karnevalsdienstag. In Städten wie Köln ziehen Millionen von Menschen in aufwendigen Kostümen durch die Straßen. Am Rosenmontag finden die berühmten Umzüge statt, bei denen Prunkwagen mit satirischen Motiven Süßigkeiten (Kamelle) und Blumen (Strüßjer) in die Menge werfen. In Kneipen und Sälen wird zu traditionellen Karnevalsliedern getanzt, Kölsch getrunken und das Leben gefeiert. Ein besonderer Brauch ist das 'Bützchen', ein freundschaftlicher Wangenkuss, der die allgemeine Fröhlichkeit symbolisiert.

Am Aschermittwoch schlägt die Stimmung von ausgelassener Freude in Ernsthaftigkeit um. In den Kirchen erhalten Gläubige das Aschenkreuz auf die Stirn als Symbol der Buße und Vergänglichkeit. In Köln und Umgebung gibt es die Tradition der 'Nubbelverbrennung': Eine Strohpuppe, die stellvertretend für alle Sünden der Karnevalszeit steht, wird in der Nacht zum Mittwoch verbrannt. Kulinarisch ist der Aschermittwoch traditionell ein Tag des Fischessens, da Fleisch während der Fastenzeit gemieden wurde. Viele Restaurants bieten daher spezielle Fischmenüs an.

Für Besucher ist ein Kostüm fast schon Pflicht, um voll in die Atmosphäre einzutauchen. Da der Karneval im Februar stattfindet, ist es oft kalt (zwischen 5 und 10 Grad Celsius), weshalb man sich nach dem Zwiebelprinzip warm anziehen sollte. Kulinarisch dominieren im Rheinland deftige Gerichte wie 'Himmel un Ääd' sowie Berliner Pfannkuchen (Krapfen). In Köln ist das Kölsch das Standardgetränk, das in kleinen Gläsern serviert wird. Es ist ratsam, ausreichend Wasser zu trinken, da die Feiern oft sehr alkoholintensiv sind und über viele Stunden andauern.

Ja, die Traditionen variieren stark. Während im Rheinland der 'Karneval' mit großen Straßenumzügen und politischer Satire dominiert, feiert man in Bayern (insbesondere München) den 'Fasching'. Dort stehen eher prunkvolle Bälle und Veranstaltungen in Wirtshäusern im Vordergrund, wie zum Beispiel der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt. Im Südwesten Deutschlands (Baden-Württemberg) wird die 'Schwäbisch-alemannische Fastnacht' gefeiert, die durch furchteinflößende Holzmasken und traditionelle Narrenzünfte geprägt ist, die den Winter austreiben wollen.

Touristen sollten Unterkünfte in Städten wie Köln oder Düsseldorf viele Monate im Voraus buchen, da die Hotels schnell ausgebucht sind. Der öffentliche Nahverkehr ist während der Umzüge stark überlastet und Fahrpläne ändern sich oft kurzfristig; planen Sie also viel Zeit ein. Achten Sie in großen Menschenmengen verstärkt auf Taschendiebe. Wer es ruhiger mag, sollte die großen Städte am Rosenmontag meiden. Am Aschermittwoch kehrt dann schlagartig Ruhe ein – respektieren Sie diesen Wandel, da viele Geschäfte und Restaurants nun wieder zum normalen Alltag zurückkehren.

Historical Dates

Carnival / Ash Wednesday dates in Germany from 2010 to 2025

Year Day of Week Date
2025 Wednesday March 5, 2025
2024 Wednesday February 14, 2024
2023 Wednesday February 22, 2023
2022 Wednesday March 2, 2022
2021 Wednesday February 17, 2021
2020 Wednesday February 26, 2020
2019 Wednesday March 6, 2019
2018 Wednesday February 14, 2018
2017 Wednesday March 1, 2017
2016 Wednesday February 10, 2016
2015 Wednesday February 18, 2015
2014 Wednesday March 5, 2014
2013 Wednesday February 13, 2013
2012 Wednesday February 22, 2012
2011 Wednesday March 9, 2011
2010 Wednesday February 17, 2010

Note: Holiday dates may vary. Some holidays follow lunar calendars or have different observance dates. Purple indicates weekends.