Carnival Tuesday

Germany • February 17, 2026 • Tuesday

45
Days
20
Hours
53
Mins
06
Secs
until Carnival Tuesday
Europe/Berlin timezone

Holiday Details

Holiday Name
Carnival Tuesday
Country
Germany
Date
February 17, 2026
Day of Week
Tuesday
Status
45 days away
About this Holiday
Carnival has several long-standing traditions in Germany.

About Carnival Tuesday

Also known as: Fastnachtsdienstag

Der Faschingsdienstag in Deutschland: Ein umfassender Leitfaden zum Finale der „fünften Jahreszeit“

Der Faschingsdienstag, in vielen Regionen auch als Karnevalsdienstag oder Veilchendienstag bekannt, markiert den fulminanten und zugleich wehmütigen Höhepunkt der närrischen Zeit in Deutschland. Es ist der letzte Tag der sogenannten „fünften Jahreszeit“, bevor mit dem Aschermittwoch die strenge vierzigtägige Fastenzeit beginnt. An diesem Tag erreicht die Ausgelassenheit ihren Zenit: In den Hochburgen des rheinischen Karnevals, in den bayerischen Faschingsmetropolen und in den verwinkelten Gassen der schwäbisch-alemannischen Fastnacht wird noch einmal alles gegeben. Es ist ein Tag des Exzesses, der farbenfrohen Kostüme, der Musik und des gemeinschaftlichen Feierns, der tief in der deutschen Kultur und Geschichte verwurzelt ist.

Was diesen Tag so besonders macht, ist die einzigartige Mischung aus jahrhundertealter Tradition und moderner Lebensfreude. Während in Köln der „Nubbel“ als Sündenbock für alle Verfehlungen der Karnevalstage verbrannt wird, tanzen in München die Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt. Überall im Land herrscht eine Atmosphäre der Narrenfreiheit, in der soziale Hierarchien für einen Moment außer Kraft gesetzt scheinen. Der Faschingsdienstag ist die letzte Gelegenheit, vor der Besinnung des Frühlings noch einmal ausgiebig zu schlemmen, zu trinken und zu tanzen. Es ist ein Fest der Sinne, das Menschen aller Altersgruppen und Schichten zusammenbringt, um den Winter zu vertreiben und das Leben in all seiner Buntheit zu feiern.

Wann findet der Faschingsdienstag im Jahr 2026 statt?

In der kommenden Saison fällt der Faschingsdienstag auf den February 17, 2026. Da das Datum des Karnevals direkt vom Osterfest abhängt – der Faschingsdienstag findet exakt 47 Tage vor dem Ostersonntag statt –, handelt es sich um einen beweglichen Feiertag.

Von heute an sind es noch genau 45 Tage, bis Deutschland am Tuesday wieder Kopf steht. Die Vorfreude in den Karnevalsvereinen und bei den Narren ist bereits jetzt spürbar, denn die Vorbereitungen für die großen Prunksitzungen und Umzüge laufen oft schon Monate im Voraus auf Hochtouren.

Historischer und kultureller Hintergrund

Die Wurzeln des Faschingsdienstags reichen weit in das Mittelalter zurück. Ursprünglich diente der Tag dazu, alle verderblichen Lebensmittel – insbesondere Fleisch, Eier, Schmalz und Milchprodukte – aufzubrauchen, die während der anschließenden Fastenzeit verboten waren. Der Name „Karneval“ leitet sich vermutlich vom lateinischen „carne vale“ (Fleisch, lebe wohl) ab.

Kulturell entwickelte sich der Tag zu einem Ventil für die Bevölkerung. In einer Zeit strenger religiöser und gesellschaftlicher Regeln bot der Karneval die Möglichkeit zur Satire und Kritik an der Obrigkeit. Unter dem Schutz der Maske durfte man die Wahrheit sagen, ohne Repressalien fürchten zu müssen. Diese Tradition der politischen Satire ist bis heute ein fester Bestandteil der deutschen Karnevalskultur, insbesondere in den Motivwagen der großen Rosenmontags- und Dienstagszüge, die aktuelle politische Themen bissig kommentieren.

Darüber hinaus symbolisiert der Faschingsdienstag den Kampf zwischen Winter und Frühling. In vielen Regionen, besonders in Süddeutschland, sind die Bräuche darauf ausgelegt, mit Lärm, Masken und Peitschenknallen die bösen Geister des Winters zu vertreiben. Es ist ein ritueller Übergang von der dunklen Jahreszeit hin zur Neubelebung der Natur.

Regionale Feierlichkeiten und Bräuche

Deutschland ist ein Land der regionalen Vielfalt, und das zeigt sich nirgendwo deutlicher als beim Karneval. Je nachdem, in welcher Region man sich befindet, unterscheidet sich die Art des Feierns erheblich.

Der Rheinische Karneval: Köln und Düsseldorf

Im Rheinland ist der Karnevalsdienstag oft geprägt von lokalen Viertelszügen und der Vorbereitung auf das Ende der Feierlichkeiten.
  • Köln: Nachdem der Rosenmontagszug als größtes Spektakel vorüber ist, verlagert sich das Geschehen am Dienstag in die Stadtteile. Hier ziehen kleinere Gruppen, Schulen und Vereine durch die Straßen. Ein zentrales Ereignis ist die „Nubbelverbrennung“ um Mitternacht. Eine Strohpuppe, der Nubbel, wird vor vielen Kneipen symbolisch verbrannt. Er dient als Sündenbock, der alle während der Karnevalszeit begangenen Sünden und finanziellen Ausschweifungen auf sich nimmt. Mit seinem Feuertod endet die Session offiziell.
  • Düsseldorf: In der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen wird der Dienstag oft etwas familiärer begangen. Auf der Königsallee (Kö) treffen sich kostümierte Gruppen zum Flanieren und Feiern. Die Stimmung ist ausgelassen, aber oft etwas weniger massiv als am Rosenmontag, was den Tag besonders für Familien attraktiv macht.

Der Münchner Fasching

In Bayern, insbesondere in München, hat der Faschingsdienstag eine ganz eigene Tradition. Das absolute Highlight ist der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt. Ab 10:00 Uhr morgens zeigen die Frauen, die sonst Obst, Gemüse und bayerische Spezialitäten verkaufen, ihre einstudierten Tänze in aufwendigen Kostümen. Dies lockt tausende Besucher in die Innenstadt. Danach verwandelt sich die gesamte Fußgängerzone zwischen Marienplatz und Karlsplatz (Stachus) in eine riesige Freiluft-Party mit DJ-Bühnen und Live-Musik.

Die Schwäbisch-Alemannische Fastnacht

Im Südwesten Deutschlands geht es traditioneller und oft etwas schauriger zu. Hier spricht man nicht von Karneval, sondern von der Fasnet. Am Fasnetdienstag finden in Städten wie Rottweil oder Villingen eindrucksvolle Narrensprünge statt. Die Teilnehmer tragen handgeschnitzte Holzmasken (Larven) und traditionelle Gewänder (Häs), die oft über Generationen vererbt werden. Hier steht nicht die Party im Vordergrund, sondern das Bewahren uralter Riten und die Vertreibung des Winters durch das Rasseln von Glocken und das Schwingen von Besen.

Praktische Informationen für Besucher

Wer den Faschingsdienstag 2026 in einer der Hochburgen erleben möchte, sollte gut vorbereitet sein.

  1. Kostümierung: Ein Kostüm ist in Städten wie Köln, Düsseldorf oder Mainz fast schon Pflicht. Wer in Alltagskleidung erscheint, fällt unangenehm auf. Dabei gilt: Erlaubt ist, was gefällt – von aufwendigen historischen Gewändern bis hin zu kreativen DIY-Kostümen. In München ist die Kostümierung am Viktualienmarkt ebenfalls sehr verbreitet.
  2. Unterkunft und Anreise: Die Hotels in den Zentren sind oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Es empfiehlt sich, frühzeitig zu reservieren. Für die Anreise ist der öffentliche Nahverkehr die beste Wahl, da viele Straßen für Umzüge gesperrt sind und Parkplätze praktisch nicht existieren. Die Deutsche Bahn bietet oft Sonderzüge an, die jedoch sehr voll sein können.
  3. Kulinarik: Man sollte unbedingt die regionalen Spezialitäten probieren. Dazu gehören vor allem „Berliner“ (in Bayern Krapfen genannt) – ein Siedegebäck mit Marmeladenfüllung. Im Rheinland trinkt man Kölsch oder Altbier, oft begleitet von einer Currywurst oder einem „Halven Hahn“ (einem Käsebrötchen).
  4. Wetter: Der Februar in Deutschland kann ungemütlich sein. Da viele Feierlichkeiten im Freien stattfinden, ist das „Zwiebelprinzip“ bei der Kleidung ratsam: Mehrere Schichten unter dem Kostüm schützen vor Kälte und Nässe.
  5. Sicherheit: Bei großen Menschenmengen ist Vorsicht geboten. Man sollte Wertsachen eng am Körper tragen und einen Treffpunkt mit Freunden vereinbaren, falls man sich in der Menge verliert.

Ist der Faschingsdienstag ein gesetzlicher Feiertag?

Ein wichtiger Punkt für die Planung: Der Faschingsdienstag ist in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag. Das bedeutet, dass Ämter, Behörden und die meisten Geschäfte offiziell geöffnet haben.

Allerdings gibt es regionale Besonderheiten:

  • In den Karnevalshochburgen (insbesondere im Rheinland) herrscht oft ein Ausnahmezustand. Viele Firmen geben ihren Mitarbeitern ab Mittag frei oder schließen komplett, obwohl es kein offizieller Feiertag ist. Dies wird oft als „brauchtumsbedingte Schließung“ gehandhabt.
  • Schulen haben in vielen Regionen (z.B. in Bayern während der „Faschingsferien“) geschlossen.
  • Geschäfte in den Innenstädten von Köln, Düsseldorf oder Mainz können am Nachmittag schließen, wenn Umzüge direkt an ihnen vorbeiführen. In München bleiben die meisten Läden offen, aber die Atmosphäre in der Innenstadt ist durch die Straßensperren deutlich beeinträchtigt.
Wer also am February 17, 2026 wichtige Erledigungen plant, sollte dies am Vormittag tun oder prüfen, ob das jeweilige Geschäft in einer Karnevalsregion liegt. Für Touristen bedeutet dies jedoch vor allem eines: Die Kneipen und Brauhäuser sind ab dem späten Vormittag gefüllt, und die Party geht bis tief in die Nacht, bis um Mitternacht der Aschermittwoch eingeläutet wird und die „fünfte Jahreszeit“ offiziell ihr Ende findet.

Frequently Asked Questions

Common questions about Carnival Tuesday in Germany

Der Faschingsdienstag fällt im Jahr 2026 auf Tuesday, den February 17, 2026. Von heute an gerechnet sind es noch genau 45 Tage bis zu diesem Höhepunkt der Karnevalszeit. Dieser Tag markiert das Ende der sogenannten „fünften Jahreszeit“, die traditionell am 11. November begonnen hat, und leitet direkt zum Aschermittwoch über, an dem die christliche Fastenzeit beginnt.

Nein, der Faschingsdienstag ist kein bundesweiter gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Dennoch hat er in den Karnevalshochburgen, insbesondere im Rheinland und in Teilen Süddeutschlands, einen hohen Stellenwert. In Städten wie Köln, Düsseldorf oder Mainz schließen viele Geschäfte, Ämter und Schulen bereits am Vormittag oder bleiben ganz geschlossen, um der Bevölkerung die Teilnahme an den Feierlichkeiten zu ermöglichen. In anderen Regionen Deutschlands ist es hingegen ein normaler Arbeitstag.

Der Faschingsdienstag wurzelt in mittelalterlichen Traditionen und dient als letzte Gelegenheit für Ausschweifungen, Musik und Satire vor der strengen Fastenzeit. Kulturell symbolisiert er den Übergang von der Völlerei zur Disziplin. In Regionen wie dem Rheinland oder Bayern stärkt das Fest die Gemeinschaft und die regionale Identität, wobei gesellschaftliche Normen durch Humor und Verkleidungen oft auf den Kopf gestellt werden.

Die Menschen feiern mit prachtvollen Kostümen, Straßenfesten, Maskenbällen und Kneipensitzungen. Im Rheinland fließt reichlich Kölsch oder Altbier, während gesungen und getanzt wird. Ein besonderes Highlight ist die Verbrennung des „Nubbel“ oder ähnlicher Strohpuppen in der Nacht, was symbolisch die Sünden der Karnevalszeit sühnt. In Städten wie Köln herrscht Ausnahmezustand, wenn Prinz Karneval seine Regentschaft mit Tanz und Sitzungen abschließt.

In München ist der Tanz der Marktfrauen auf dem Viktualienmarkt eine der bekanntesten Traditionen, der am February 17, 2026 gegen 10:00 Uhr beginnt. Zudem gibt es zahlreiche Straßenpartys wie den Eiche-Fasching und DJ-Events in traditionellen Brauhäusern wie dem Augustiner am Platzl. Die bayerische Landeshauptstadt feiert den „Fasching“ im Vergleich zum rheinischen Karneval oft mit einer eigenen Mischung aus traditioneller Tracht und modernen Kostümen.

In Köln konzentriert sich das Geschehen am February 17, 2026 auf den Straßenkarneval am Alter Markt und die zahlreichen Kneipensitzungen, wobei der Gruß „Kölle Alaaf!“ allgegenwärtig ist. Düsseldorf hingegen bietet am Karnevalsdienstag oft familienfreundliche Veranstaltungen auf der Königsallee an, nachdem der große Rosenmontagszug am Vortag stattgefunden hat. Während Köln für seine leidenschaftlichen Lieder bekannt ist, besticht Düsseldorf durch seine satirische Schärfe und die Atmosphäre in der Altstadt.

Bevor die Fastenzeit beginnt, wird am Faschingsdienstag noch einmal kräftig geschlemmt. Sehr beliebt sind Krapfen (auch Berliner oder Pfannkuchen genannt), die oft mit Marmelade oder Senf (als Scherz) gefüllt sind. An den Imbissbuden auf der Straße werden zudem herzhafte Speisen wie Currywurst und Pommes serviert, um eine gute Grundlage für den Bierkonsum zu schaffen. In vielen Regionen gibt es auch traditionelle Eintöpfe oder Fleischgerichte.

Besucher sollten unbedingt frühzeitig Unterkünfte buchen, da Hotels in Köln und Düsseldorf schnell ausgebucht sind. Das Tragen eines Kostüms ist fast schon Pflicht, um in die festliche und satirische Atmosphäre einzutauchen. Da das Wetter im Februar oft kalt und nass ist, empfiehlt es sich, warme Kleidung unter das Kostüm zu ziehen (Zwiebelprinzip). Zudem sollte man den öffentlichen Nahverkehr nutzen, da viele Straßen gesperrt sind, und beachten, dass viele Geschäfte am Nachmittag geschlossen haben.

Historical Dates

Carnival Tuesday dates in Germany from 2010 to 2025

Year Day of Week Date
2025 Tuesday March 4, 2025
2024 Tuesday February 13, 2024
2023 Tuesday February 21, 2023
2022 Tuesday March 1, 2022
2021 Tuesday February 16, 2021
2020 Tuesday February 25, 2020
2019 Tuesday March 5, 2019
2018 Tuesday February 13, 2018
2017 Tuesday February 28, 2017
2016 Tuesday February 9, 2016
2015 Tuesday February 17, 2015
2014 Tuesday March 4, 2014
2013 Tuesday February 12, 2013
2012 Tuesday February 21, 2012
2011 Tuesday March 8, 2011
2010 Tuesday February 16, 2010

Note: Holiday dates may vary. Some holidays follow lunar calendars or have different observance dates. Purple indicates weekends.