Holiday Details
- Holiday Name
- May Day
- Country
- Switzerland
- Date
- May 1, 2026
- Day of Week
- Friday
- Status
- 73 days away
- About this Holiday
- Labor Day, International Workers' Day, and May Day, is a day off for workers in many countries around the world.
Switzerland • May 1, 2026 • Friday
Also known as: Tag der Arbeit
Der 1. Mai, in der Schweiz primär als "Tag der Arbeit" bekannt, ist ein Datum von grosser symbolischer und gesellschaftspolitischer Bedeutung. Während das Datum weltweit als Kampftag der Arbeiterbewegung gefeiert wird, spiegelt die Handhabung dieses Tages in der Schweiz die einzigartige föderalistische Struktur des Landes wider. Es ist ein Tag, an dem politische Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit auf die idyllische Ruhe des Schweizer Frühlings treffen. In den Städten prägen Demonstrationszüge und rote Fahnen das Bild, während in ländlicheren Regionen oft der normale Alltag einkehrt oder die Menschen die erste echte Wärme des Jahres in der Natur geniessen.
Was den 1. Mai in der Schweiz so besonders macht, ist das Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Einerseits blickt der Tag auf eine über hundertjährige Geschichte gewerkschaftlichen Engagements zurück, andererseits hat er sich zu einem beliebten Freizeitdatum entwickelt. In Kantonen wie Zürich oder Basel ist die Atmosphäre fast schon elektrisierend, wenn Tausende für bessere Arbeitsbedingungen auf die Strasse gehen. In anderen Landesteilen wiederum dient der Tag als willkommene Atempause, um an den Ufern der Limmat, des Rheins oder des Luganersees die Seele baumeln zu lassen. Es ist ein Tag der Reflexion über den Wert der Arbeit und gleichzeitig ein Fest des aufkeimenden Sommers.
Im Jahr 2026 fällt der 1. Mai auf einen besonders günstigen Zeitpunkt für Arbeitnehmer und Reisende. Hier sind die Eckdaten für Ihre Planung:
Die Wurzeln des 1. Mais in der Schweiz sind tief in der internationalen Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts verankert. Er erinnert primär an die blutigen Auseinandersetzungen beim Haymarket Affair in Chicago im Jahr 1886, bei denen Arbeiter für die Einführung des Achtstundentags kämpften. In der Schweiz wurde der Tag erstmals 1890 begangen. Damals war die Schweiz ein Land im industriellen Umbruch, und die sozialen Spannungen waren gross.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich der 1. Mai von einem Tag des Protests zu einer festen Institution. Während des 20. Jahrhunderts wurden an diesem Tag entscheidende Erfolge der Sozialpartnerschaft gefeiert, aber auch neue Forderungen wie die Einführung der AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung) oder das Frauenstimmrecht lautstark thematisiert. Anders als in vielen Nachbarländern ist der 1. Mai in der Schweiz jedoch nie zu einem rein staatlich verordneten Feiertag geworden. Er blieb stets ein Feiertag "von unten", getragen von den Gewerkschaften und linken Parteien.
Interessanterweise hat der 1. Mai in der Schweiz kaum einen Bezug zu den heidnischen oder frühlingshaften Maibaum-Traditionen, wie man sie aus Deutschland oder Österreich kennt. Zwar gibt es in einigen Dörfern lokale Frühlingsbräuche, doch wenn ein Schweizer vom "Ersten Mai" spricht, meint er fast ausnahmslos den politischen Feiertag der Arbeiterschaft.
Die Art und Weise, wie der 1. Mai verbracht wird, hängt stark vom Wohnort und der politischen Gesinnung ab. Man kann die Aktivitäten grob in drei Kategorien unterteilen:
Die Schweiz kennt keinen einheitlichen nationalen Feiertagskalender, abgesehen vom Bundesfeiertag am 1. August. Die Kompetenz, Feiertage festzulegen, liegt bei den Kantonen. Dies führt dazu, dass der 1. Mai wie folgt behandelt wird:
Wenn Sie planen, den 1. Mai 2026 in der Schweiz zu verbringen, sollten Sie einige logistische Aspekte beachten:
Einkaufen und Dienstleistungen: In Kantonen wie Zürich oder Basel sind die grossen Supermärkte und Warenhäuser geschlossen. Wenn Sie in Zürich leben und feststellen, dass Ihr Kühlschrank leer ist, müssen Sie auf die Shops an den Bahnhöfen (z.B. ShopVille im Zürcher Hauptbahnhof) oder am Flughafen ausweichen, da diese Sonderregelungen haben und 365 Tage im Jahr geöffnet sind. In Bern oder Genf hingegen können Sie wie gewohnt einkaufen gehen.
Öffentlicher Verkehr: Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und die lokalen Verkehrsbetriebe verkehren in der Regel nach dem Sonntagsfahrplan in jenen Kantonen, in denen der 1. Mai ein Feiertag ist. In den anderen Kantonen gilt der normale Werktagsfahrplan. Da jedoch viele Menschen das lange Wochenende für Reisen nutzen, können Züge in Richtung Süden (Gotthard-Strecke) oder in Wanderregionen sehr voll sein. Eine Sitzplatzreservierung ist für längere Strecken an diesem Wochenende empfehlenswert.
Sicherheit und Demonstrationen: Die Demonstrationen am 1. Mai verlaufen in der Schweiz zum weitaus grössten Teil friedlich und sind familienfreundlich. In Zürich gab es in der Vergangenheit gelegentlich Ausschreitungen durch den sogenannten "Schwarzen Block" im Anschluss an die offiziellen Kundgebungen. Die Polizei ist jedoch meist mit einem grossen Aufgebot präsent, um die Ordnung zu wahren. Als Tourist oder unbeteiligter Passant kann man die festliche Stimmung und die Umzüge geniessen, sollte aber die Anweisungen der Sicherheitskräfte befolgen und Gebiete mit starken Polizeipräsenz meiden, falls sich die Lage zuspitzt.
Unterkunft: Da der 1. Mai 2026 auf einen Freitag fällt, ist mit einer hohen Nachfrage nach Hotelzimmern in touristischen Hotspots zu rechnen. Ob in den Alpen für die letzten Skitouren oder im Tessin für die ersten Frühlingsgefühle – frühzeitiges Buchen ist unerlässlich.
Es gibt keine spezifischen Speisen, die nur am 1. Mai gegessen werden. Da der Tag jedoch oft im Freien verbracht wird, ist die "Oma aller Schweizer Würste", die Cervelat, allgegenwärtig. Ob über dem offenen Feuer im Wald oder am Grillstand bei einer Kundgebung – die Cervelat gehört zum Schweizer Mai wie die roten Fahnen.
In den Städten findet man bei den Strassenfesten zudem eine enorme Vielfalt an internationalem Street Food, was die multikulturelle Zusammensetzung der Schweizer Arbeiterschaft widerspiegelt. Von tibetischen Momos über türkische Pide bis hin zu klassischem Raclette ist alles vertreten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Ja und Nein. Es kommt ganz darauf an, wo Sie sich befinden.
Common questions about May Day in Switzerland
Der Tag der Arbeit wird im Jahr 2026 am May 1, 2026 gefeiert. Da dieser Tag auf einen Friday fällt, bietet sich für viele Arbeitnehmer in den entsprechenden Kantonen die Möglichkeit für ein verlängertes Wochenende. Bis zu diesem Feiertag sind es noch genau 73 Tage. In der Schweiz ist dieser Termin fest im Kalender verankert und markiert den Beginn der wärmeren Jahreszeit, in der die Menschen vermehrt Zeit im Freien, in Parks oder in Strassencafés verbringen.
Ja und nein, da dies kantonal geregelt ist. Der 1. Mai ist kein eidgenössischer Feiertag wie der Bundesfeiertag am 1. August. Er gilt jedoch in 11 Kantonen als gesetzlicher Feiertag oder Ruhetag, darunter Zürich, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Tessin, Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Thurgau, Freiburg, Solothurn (oft ab dem Mittag) und Appenzell Ausserrhoden. In Kantonen wie Bern oder Genf ist es hingegen ein normaler Arbeitstag, obwohl dort dennoch oft Kundgebungen stattfinden. Reisende sollten daher prüfen, ob Geschäfte und Ämter in ihrer spezifischen Region geschlossen bleiben.
Der Tag der Arbeit hat in der Schweiz eine tiefe politische Bedeutung, die auf die internationale Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Er erinnert an den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und den Achtstundentag, inspiriert durch die Haymarket-Affäre in Chicago im Jahr 1886. Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen der Maifeiertag oft mit mittelalterlichen Frühlingsfesten oder Maibäumen verbunden ist, steht in der Schweiz die sozialistische und gewerkschaftliche Tradition im Vordergrund. Es ist ein Tag der Solidarität und des Rückblicks auf die Errungenschaften der Arbeitnehmerrechte.
Die Gestaltung des Tages ist eine Mischung aus politischem Engagement und Entspannung. In grossen Städten wie Zürich oder Basel organisieren Gewerkschaften und Parteien Demonstrationen, Umzüge und politische Reden, um auf aktuelle soziale Themen aufmerksam zu machen. Für den Grossteil der Bevölkerung, die nicht an den Kundgebungen teilnimmt, ist es ein ruhiger Tag. Man trifft sich in Parks, an Seeufern oder in Cafés, um das frühlingshafte Wetter zu geniessen. Die Atmosphäre ist in der Regel entspannt und weniger feierlich als bei nationalen Jubiläen.
In den Kantonen, in denen der 1. Mai als Feiertag anerkannt ist, bleiben Schulen, Banken, Poststellen und die meisten öffentlichen Ämter geschlossen. Auch viele Geschäfte und Supermärkte in Städten wie Zürich oder Basel haben an diesem Tag nicht geöffnet. Der öffentliche Verkehr verkehrt jedoch meist nach dem normalen Fahrplan oder mit nur geringfügigen Einschränkungen. In Kantonen ohne Feiertagsstatus läuft das Leben ganz normal weiter. Touristen sollten ihre Einkäufe in den betroffenen Regionen vorab erledigen oder auf Bahnhöfe ausweichen, wo Läden oft Sonderöffnungszeiten haben.
Es gibt keine einheitlichen nationalen Bräuche wie spezielle Speisen oder Trachten. Die Haupttradition besteht in den gewerkschaftlichen Kundgebungen und den anschliessenden Volksfesten mit Essensständen und Musik, die oft in den Stadtzentren stattfinden. In einigen Regionen ist es üblich, dass die Kundgebungen sehr friedlich verlaufen, während sie in Zürich historisch gesehen auch eine Plattform für lautstarken Aktivismus bieten. Abgesehen vom politischen Aspekt nutzen viele Menschen den Tag schlicht für den ersten grösseren Ausflug der Saison in die Berge oder an die Seen.
Da der 1. Mai im Jahr 2026 ein Freitag ist, eignet er sich hervorragend für einen Kurztrip. Wer in einem Kanton arbeitet, in dem der Tag frei ist, kann durch einen zusätzlichen freien Donnerstag ein viertägiges Wochenende geniessen. Es empfiehlt sich, Unterkünfte in beliebten Ausflugsregionen wie dem Tessin oder am Genfersee frühzeitig zu buchen, da viele Einheimische unterwegs sein werden. Wer Demonstrationen meiden möchte, sollte die Innenstädte von Zürich oder Basel während der Umzüge umgehen, kann den Tag aber ansonsten wunderbar für Wanderungen oder Sightseeing nutzen.
Der auffälligste Unterschied ist die Dezentralisierung. Während der 1. Mai in vielen Nachbarländern wie Deutschland oder Frankreich ein nationaler Feiertag ist, entscheidet in der Schweiz jeder Kanton selbst über den Status. Zudem fehlen in der Schweiz weitgehend die heidnischen oder bäuerlichen Maibräuche (wie das Aufstellen von Maibäumen), die in Bayern oder Österreich üblich sind. Der Fokus liegt fast ausschliesslich auf der Arbeitnehmerbewegung. Überraschend für viele ist auch, dass trotz des Namens 'Tag der Arbeit' die wirtschaftliche Aktivität in den betroffenen Kantonen ruht.
May Day dates in Switzerland from 2021 to 2025
| Year | Day of Week | Date |
|---|---|---|
| 2025 | Thursday | May 1, 2025 |
| 2024 | Wednesday | May 1, 2024 |
| 2023 | Monday | May 1, 2023 |
| 2022 | Sunday | May 1, 2022 |
| 2021 | Saturday | May 1, 2021 |
Note: Holiday dates may vary. Some holidays follow lunar calendars or have different observance dates. Purple indicates weekends.